Räder
Die Faustformel für sichere Reifen lautet: 4 x 4 x 4
- 4 baugleiche Reifen
- maximal 4 Jahre im Einsatz
- mindestens 4mm Profiltiefe
Wuchten
Die während der Fahrt von den Reifen ausgehenden Kräfte stellen hohe Anforderungen an alle Komponenten des Fahrwerks. Springen (statische Unwucht) und taumeln (dynamische Unwucht) des Rades führt nicht nur zum „Flattern“ des Lenkrads, sondern auch zu erhöhtem Verschleiß der Fahrwerksteile, der Lenkung und der Reifen.
Bereits 10g Unwucht ergeben folgende Fliehkräfte:
- bei 50 km/h: 400g
- bei 100 km/h: 1.700
- bei 150 km/h: 3.800g
Das korrekte Wuchten der Räder trägt daher maßgeblich zu Ihrer Sicherheit und zur Verringerung von Verschleiß an Ihrem Fahrzeug bei.
Mindestprofiltiefe
Die Messung der gesetzlich festgelegten Mindestprofiltiefe hat an der am stärksten abgefahrenen Stelle zu erfolgen. Sie beträgt bei Sommerreifen 1,6 mm, bei Winterreifen: 4mm.
Profilindikatoren - "TWI" (Tread Wear Indicator) – erleichtern die Überprüfung.
Beim Erreichen der gesetzlich vorgeschriebenen Mindesttiefe hat das Reifenprofil - insbesondere bei Sommerreifen - bereits 95% seiner Eigenschaften verloren. Das Risiko von Aquaplaning und verlängertem Bremsweg steigt ab dem Unterschreiten einer Profiltiefe von 4mm zusehends.
Reifenplatzer
„Reifenplatzer“ werden meist durch zu niedrigen Reifendruck hervorgerufen. Durch die übermäßige „Walkung“ des Reifens während der Fahrt wird das Reifengewebe beschädigt und der Reifen starkt erhitzt. Die Erwärmung führt in Verbindung mit der "Walkung" dazu, dass sich die Lauffläche von der Karkasse löst. Auch die Beschädigung des Reifengewebes durch z.B. Überfahren von oder Scheuern an Bordsteinkanten kann in weiterer Folge zu einem Reifenplatzer führen. Der Reifendruck sollte zumindest einmal pro Monat überprüft werden.
Radbolzen/-muttern
Werden Radbolzen/-muttern zu fest und/oder ungleichmäßig angezogen, kann es zu Verformungen an der Radaufnahme, der Bremse und der Felge kommen.
Um solche Schäden zu vermeiden werden die Radbolzen/-muttern bei der Montage zunächst beim freigehobenen Rad mit passendem Werkzeug kreuzweise handfest angezogen, damit sich die Felge gleichmäßig anlegt. Danach wird das Fahrzeug abgesenkt und die Radbolzen/-muttern werden mit einem Drehmomentschlüssel nachgezogen. Das Anzugsdrehmoment variiert von Hersteller zu Hersteller und ist von der Bauart des Fahrzeugs abhängig. Bei PKWs werden die Radbolzen/-muttern in der Regel mit einem Drehmoment von 110 - 120Nm angezogen.
Nicht auf die Felge abgestimmte Radbolzen können zu gravierenden Schäden an der Felge führen – im schlimmsten Fall zum Auseinanderbrechen während der Fahrt. Insbesondere zu beachten sind die Unterschiede „Kegelbund“ (meist für Alufelgen) oder „Kugelbund“ (meist für Stahlfelgen), sowie die Länge und das Gewinde der Radbolzen.
